Nisthilfen bauen


Wildbienen im Kindertreff

Unterschied zu Honigbienen

Es gibt hunderte verschiedene Wildbienen-Arten in Deutschland. Die häufigsten bei uns sind die Gehörte Mauerbiene und die Rote Mauerbiene. Besonders für diese beiden Arten bauen wir im Kindertreff Nisthöhlen.

Die meisten Wildbienen sind pelzig und sehen eher aus wie kleine Hummeln. Im Gegensatz zu den Honigbienen, die in einem Bienenvolk oder Bienenschwarm zu Tausenden leben, lebt die Wildbiene meist alleine. Die Weibchen bauen ihre Nester alleine und versorgen ihre Brut ohne die Hilfe von anderen.

Leben der Wildbiene

Wildbienen leben nur etwa vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit pflanzen sie sich fort. Zuerst schlüpfen die Männchen – bei den Gehörten Mauerbienen gut zu erkennen an ihrem weißen Bart. Wenn die Weibchen auch geschlüpft sind, werden sie von den Männchen begattet. Danach bauen die Weibchen in Pflanzenstängeln oder Erdlöchern ihre Brutzellen - oder besetzen ein Nisthilfe-Röhrchen im Kindertreff.

Hier nisten die Wildbienen

In jede Brutzelle legen sie ein Ei und hinterlegen Nektar und Pollen im Röhrchen. Anschließend verschließen sie die Kammer mit zerkauten Pflanzenteilen, Lehm, Sand oder Baumharz. Es dauert dann ein Jahr bis die fertigen Wildbienen aus ihren Kokons schlüpfen und das Nest verlassen.

Viele Wildbienen-Arten sind ausgesprochene Feinschmecker – sie sind auf ganz bestimmte Pollen spezialisiert. Doch wir Menschen bauen immer mehr Häuser und Straßen, so dass dort keine Pflanzen mehr wachsen können. Außerdem bauen die Landwirte häufig nur noch eine Gemüseart an, so dass die Vielfalt verloren gegangen ist. Die Wildbienen finden immer weniger Platz zum Nisten und die Lieblingsspeise mancher Wildbiene wächst auch nicht mehr.

Der Durchmesser muss stimmen

In diesem Frühjahr haben wir begonnen, Nisthilfen für die Wildbienen zu bauen. Die verschiedenen Wildbienen-Arten lieben unterschiedliche Niströhren. Auf den Durchmesser kommt es an!

Außerdem pflanzen wir in unseren Hochbeeten die Pflanzen an, deren Pollen den Wildbienen schmecken. Denn Wildbienen sind wichtige Bestäuber: In ihrem pelzigen Fell bleiben Pollen hängen, die dann von Pflanze zu Pflanze oder von Obstbaum zu Obstbaum getragen werden – so dass sich auch die Pflanzen weiter vermehren und Früchte tragen können.


Das große Schlüpfen

Im Video seht ihr, wie eine Biene gerade schlüpft und ihre ersten Flugversuche startet.

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